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Radovan Slíž · WorkSys.Space · 11.8.2026

Das meistgenutzte Integrationswerkzeug in der Produktion ist Excel

Es ist keine Plattform. Es ist Excel und ein Mensch, der Zahlen aus einem System in ein anderes überträgt. Und wenn dieser Mensch geht, geht die Integration mit ihm.

Das meistgenutzte Integrationswerkzeug in der Produktion ist keine Plattform. Es ist Excel und ein Mensch, der Zahlen aus einem System in ein anderes überträgt.

Ich sehe es in fast jedem Unternehmen, in das wir kommen. Ein System für die Produktion, ein System für die Energie, ein System für die Instandhaltung, und dazwischen eine Tabelle, in die jemand jeden Morgen oder jeden Montag von Hand Zahlen überträgt. Niemand nennt das Integration. Meistens heißt es einfach nach dem Namen des Menschen, der es macht.

Ich verstehe, wie so etwas entsteht. An dem Tag, an dem es zum ersten Mal gebraucht wurde, war das Abtippen die schnellste Lösung. Und dann ist es geblieben.

Der wirkliche Preis des Abtippens

Interessant ist, was sich zeigt, wenn man genauer hinsieht. Der Preis ist nicht die Zeit dieses Menschen, die lässt sich ausrechnen und ist meist überraschend klein. Der wirkliche Preis liegt darin, dass ein Fehler beim Abtippen erst am Monatsende gefunden wird, wenn der Bericht nicht mehr stimmt. Und noch etwas: Der Mensch mit der Tabelle ist meist der Einzige, der wirklich weiß, wie die Systeme zusammenhängen. Wenn er geht, geht die Integration mit ihm.

Zuletzt sind wir einer solchen Tabelle im Berichtswesen einer PV-Anlage begegnet. Ein Techniker exportierte jeden Monat von Hand die Daten aus dem Abrechnungszähler und setzte daraus den Bericht zusammen, Monat für Monat dieselbe konzentrierte Arbeit, bei der kein Fehler passieren darf. Seit der Zähler an die Plattform WorkSys.Space angebunden ist, geht der Bericht von selbst hinaus. Interessant an dieser Geschichte ist nicht die gesparte Zeit. Interessant ist, dass der Fehler keinen Ort mehr hat, an dem er entstehen könnte.

Eine ehrlichere Landkarte des Unternehmens

Wenn mich also jemand fragt, wo man mit der Digitalisierung anfangen soll, antworte ich schon lange nicht mehr mit einer Liste von Systemen. Ich frage eher, wie viele solcher Tabellen in seinem Unternehmen leben. Das ist oft eine ehrlichere Landkarte des Unternehmens als das Organigramm.

Weiterführend auf dieser Website:Fallstudie: wenn der Zähler selbst berichtet

Operative Plattform für die Industrie – vom Energiemonitoring bis zur OEE

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