Radovan Slíž · WorkSys.Space · 25.8.2026
Die teuerste Integration sieht am Anfang aus wie die billigste
Eine direkte Verbindung zweier Systeme ist schnell und günstig. Die fünfte direkte Verbindung ist ein Geflecht, das niemand mehr anfassen will. Wann sich eine gemeinsame Grundlage lohnt und wann ehrlich gesagt nicht.
Die teuerste Integration, die ich kenne, sieht am Anfang aus wie die billigste.
Es läuft immer gleich ab. Ein Unternehmen muss zwei Systeme verbinden, sagen wir Produktion und Lager. Die direkte Verbindung ist schnell, günstig und funktioniert. Ein Jahr später kommt das Energiemonitoring dazu, also wird es an beide angebunden. Dann das Zeiterfassungssystem, dazu die Instandhaltung, dazu das Reporting für die Geschäftsleitung. Jede einzelne Entscheidung war richtig und günstig. Die Summe dieser Entscheidungen ist ein Geflecht, das nach ein paar Jahren niemand mehr anfassen will.
Woran man das Geflecht erkennt
Man erkennt es an den Sätzen, die darüber gesprochen werden. Das fassen wir lieber nicht an, das hat ein Lieferant gebaut, der nicht mehr mit uns zusammenarbeitet. Wenn wir das Lager austauschen, müssen wir vier Verbindungen umbauen. Niemand weiß mehr genau, was dieser Austausch alles zum Kippen bringt.
Am besten sieht man es in dem Moment, in dem sich ein Unternehmen entscheidet, eines der Systeme auszutauschen. Der Austausch des Lagersystems ist für sich genommen ein großes Projekt. Im Geflecht kommt aber noch eine Bestandsaufnahme aller Verbindungen dazu, die auf das alte Lager zeigten. Die Produktion hat daraus Bestände gelesen, die Instandhaltung hat hineingeschrieben, das Reporting hat daraus die Unterlagen für die Geschäftsleitung zusammengestellt. Jede dieser Verbindungen hat irgendwann jemand maßgeschneidert programmiert, und ein Teil dieser Leute ist nicht mehr im Unternehmen. Aus dem Austausch eines Systems wird plötzlich ein Projekt über vier Systeme. Und das ist meist der Moment, in dem der Austausch lieber verschoben wird, auch um Jahre.
Der umgekehrte Weg
Der umgekehrte Weg ist eine Grundlage, an die sich jedes System einmal anbindet. Genau so ist die Plattform WorkSys.Space gebaut. Etwas Neues wird an die Grundlage angebunden, nicht an fünf alte Systeme. Der Austausch eines Teils berührt eine Verbindung, nicht vier.
Und jetzt der weniger angenehme Teil, den Lieferanten gerne weglassen: dieser Weg ist am Anfang langsamer und verlangt mehr Nachdenken im Voraus. Die erste Verbindung über die Grundlage ist teurer als die erste direkte Verbindung. Sie gewinnt erst ab dem dritten, vierten System. Wenn ein Unternehmen also mit Sicherheit weiß, dass es für immer bei zwei Systemen bleibt, ist die direkte Verbindung ehrlich gesagt in Ordnung.
Ich habe in all den Jahren nur kein Unternehmen getroffen, das bei zwei Systemen geblieben ist.
Weiterführend auf dieser Website:Wie die Plattform bestehende Systeme verbindet