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Radovan Slíž · WorkSys.Space · 4.8.2026

Kaufe ich mir da nicht noch eine Sackgasse?

Die Frage, ob wir auch das noch anbinden können, kommt nicht am Anfang eines Gesprächs. Sie kommt, wenn es konkret wird. Und sie fragt nicht nach der Technik, sondern nach der Angst vor der nächsten isolierten Insel.

In unseren Gesprächen wiederholt sich eine Frage. Sie kommt nicht am Anfang, eher irgendwo in der zweiten Hälfte, wenn es schon konkret wird: und können Sie uns daran auch das noch anbinden?

Früher habe ich diese Frage als eine technische verstanden. Heute höre ich etwas anderes darin. Der Mensch fragt eigentlich: kaufe ich mir da nicht noch eine Sackgasse? Wird das nicht das nächste System sein, das sein eigenes Leben führt und um das wir in zwei Jahren herumarbeiten?

Ich verstehe, woher diese Angst kommt. Die meisten Unternehmen haben schon mindestens ein System hinter sich, das alles versprochen hat und als isolierte Insel geendet ist.

Die Photovoltaik als Probe

Zuletzt war es die Photovoltaik. Ein Unternehmen hat in eine PV-Anlage investiert und musste plötzlich Erzeugung und Verbrauch nebeneinander sehen. Nicht in zwei Systemen, in zwei Fenstern, mit händischem Übertragen nach Excel. In einer Ansicht, mit den Berechnungen dazwischen: wie viel der eigenen Erzeugung wir tatsächlich verbrauchen, wann wir unnötig teuer aus dem Netz zukaufen.

Lehrreich an dieser Anforderung ist, dass sie zur Zeit der ursprünglichen Einführung niemand vorhersehen konnte. Als beim Kunden die Untermessung der Verbräuche in Betrieb ging, war die Photovoltaik noch nicht im Plan. Als sie dann kam, brauchte es weder ein neues System noch ein neues Projekt. Die Erzeugung der PV-Anlage wurde als weitere Datenquelle an die Plattform WorkSys.Space angebunden, und die Bilanz setzte sich aus Messungen zusammen, die längst liefen.

Der am wenigsten sichtbare Teil der Arbeit

Integrationen sind dabei der am wenigsten sichtbare Teil unserer Arbeit. Niemand rühmt sich damit, dass ein Zähler aus dem Jahr 2018, aus einer Zeit, in der an das Anbinden noch kaum gedacht wurde, seine Daten heute dorthin schickt, wohin sie gehören. Aber wenn ich auf die Projekte zurückblicke, die leben und wachsen, hat sich genau dort entschieden. Nicht darin, was die Plattform am Tag der Einführung konnte, sondern darin, was sich an sie anbinden ließ an dem Tag, an dem ein neuer Bedarf kam.

Weiterführend auf dieser Website:Fallstudie: vollständige Energiebilanz mit PV

Operative Plattform für die Industrie – vom Energiemonitoring bis zur OEE

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