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Radovan Slíž · WorkSys.Space · 13.8.2026

Auf den Euro genau rechnet Ihnen die Kosten eines Stillstands niemand aus. Und darum geht es auch nicht

Die meisten Unternehmen treffen große Entscheidungen über Instandhaltung und Monitoring ohne eine einzige Zahl: was sie eine Stunde Stillstand der Linie kostet. Eine exakte Zahl gibt es nicht. Eine Arbeitszahl schon.

Auf den Euro genau rechnet Ihnen die Kosten einer Stunde Stillstand niemand aus. Ein Teil der Produktion lässt sich mit Überstunden aufholen, ein Teil ist für immer verloren, die Vertragsstrafe hängt vom Kunden ab, und das Wiederanfahren der Linie ist jedes Mal eine andere Geschichte.

Interessant ist aber, was passiert, wenn ich in einem Gespräch danach frage. Meistens kommt eine Schätzung, so eine aus dem Bauch heraus, bei der sich die Leute im Raum ansehen, ob sie wohl stimmt. Und dabei stehen auf dieser Zahl große Entscheidungen: ob sich eine Nachtschicht der Instandhaltung lohnt, ob teure Ersatzteile auf Lager gehalten werden sollen, ob sich eine Investition in das Monitoring der Maschinen auszahlt.

Eine Arbeitszahl statt einer exakten

Der Punkt ist dabei nicht, eine exakte Zahl zu haben. Sondern eine Arbeitszahl. Einen internen Satz für eine Stunde Stillstand der Linie, auf den sich das Unternehmen geeinigt hat, so unvollkommen er auch ist. In dem Moment, in dem er existiert, lassen sich Entscheidungen vergleichen: diese Störung hat uns so viel gekostet, diese Investition rechnet sich nach so langer Zeit. Ohne ihn werden Gefühle verglichen.

Nehmen wir eine dieser Entscheidungen, die Nachtschicht der Instandhaltung. Ohne internen Satz dreht sich die Debatte im Kreis. Die Instandhaltung behauptet, sie lohne sich, die Finanzabteilung fragt, woraus sich das ergibt, und am Ende entscheidet, wer die lautere Stimme hat. Mit einem Satz wird aus derselben Debatte eine einzige Frage: wie viele Stunden nächtlicher Ausfälle müsste die Schicht pro Jahr einsparen, um sich zu bezahlen? Das ist kein Wettstreit der Meinungen mehr. Das ist eine Zahl, die sich in den Aufzeichnungen des vergangenen Jahres überprüfen lässt.

Wo wir ins Spiel kommen

Der Satz ist eine Entscheidung, keine Technologie. Das Unternehmen muss ihn selbst festlegen, das nimmt ihm keine Software ab. Wir kommen mit der Plattform WorkSys.Space erst im zweiten Schritt ins Spiel, wenn die Stillstandszeiten und ihre Zusammenhänge automatisch erfasst werden müssen, weil das händische Aufschreiben in der dritten Woche stirbt. Das System hält dann fest, wann die Linie stand, wie lange und an welcher Maschine, und der interne Satz verwandelt diese Stunden in Beträge, über die sich entscheiden lässt.

Weiterführend auf dieser Website:Fallstudie: Produktionsmonitoring und OEE

Operative Plattform für die Industrie – vom Energiemonitoring bis zur OEE

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